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Baugenossenschaft Familienheim Markgräflerland

Die Geschichte der Baugenossenschaft Familienheim Markgräflerland eG

1949 - Gründung der Genossenschaft

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges herrschte in ganz Deutschland eine große Wohnungsnot. Auch das Markgräflerland litt unter den Wunden, die der Krieg hinterlassen hatte. Hotels, Gasthäuser und viele Privathäuser waren beschlagnahmt für die Besatzungskräfte und deren Familien.

Es galt daher für die rasch ansteigende Bevölkerung, insbesondere die vielen Heimatvertriebenen, Wohnraum zu schaffen.

Bereits 1946 begann die Erzdiözese Freiburg unter dem damaligen Bischof Dr. Konrad Gräber in Nord- und Südbaden ein Katholisches Siedlungswerk aufzubauen. Mit der Organisation wurde Prälat Dr. Thomas Aschenbrenner beauftragt. Ihm war es zu verdanken, dass es bereits schon 1947 zur Gründung von gemeinnützigen Baugenossenschaften kam. Diesen Siedlungsgedanken griff auch der damalige Bürgermeister von Dottingen, der spätere Landtagsabgeordnete, Herr Alfred Löffler, auf. Auf seine Initiative wurde unter Beteiligung von 34 mutigen und weitsichtigen Bürgern am 18.12.1949 die

>> Neue Heimat Gemeinnützige Baugenossenschaft eGmbH <<


für den Landkreis Müllheim, mit Sitz in Staufen, gegründet.

Die Eintragung dieser neu gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister erfolgt am 03. April 1950.






Im ersten Geschäftsjahr konnte bereits mit dem Bau von 138 Wohnungen, aufgeteilt in Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser, begonnen werden. Diese waren von einfacher Ausstattung z.B. aus Kostengründen waren die Bäder nicht eingerichtet. Die Heizung bestand aus einem eisernen Kohleofen, der im Wohnzimmer aufgestellt wurde. Ein typisches Beispiel für die Anfangszeit war der Bau der Moosmattsiedlung in Badenweiler.




Waren die 50er Jahre geprägt vom Bau von Kleinsiedlungen, Einfamilien- sowie Doppelhäusern, so hielt der Mietwohnungsbau Anfang der 60er Jahre Einzug. Die Genossenschaft konnte in den 60er Jahren eine große Bautätigkeit verzeichnen. Es entstanden die großen Wohnsiedlungen wie Käppelematten, Sterchele und Nußbaumboden in Müllheim, in Heitersheim die Anwesen im Grißheimer Weg und Schillerplatz sowie in Neuenburg, Werner-von-Siemensstraße, Im Grün und Gutnauweg. Für den ehemaligen NATO-Flugplatz in Bremgarten entstanden 246 Mietwohnungen in Staufen im Gewann Falkenstein.




Die Lage in der Wohnungswirtschaft präsentierte sich Anfang der 70er Jahre als ausgesprochen paradox. Auf der einen Seite stellten die sprunghaft steigenden Grundstückspreise viele Bauwillige vor schwer lösbare Probleme. Gleichzeitig bescherte aber gerade die Angst vor weiteren Kostensteigerungen und die inflationsbedingte Flucht in Sachwerte dem Bausektor neue Rekordziffern. Hochhäuser entstanden. Unsere Genossenschaft nutzte diese Rahmenbedingungen. Das Bauprogramm betrug im Jahr 1971 20 Kaufeigenheime, 80 betreute Eigenheime, 109 Mietwohnungen und 62 Eigentumswohnungen.

Ebenfalls fand im Jahre 1971 die Fusion mit der „Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bad Krozingen“ statt. 1972 wurde das Anwesen der jetzigen Geschäftsstelle in der „Werderstr. 19“ erworben.




Anfang der 80er Jahre musste der Wohnungsbau aufgrund der stark gestiegenen Herstellungs- und Grundstückskosten massive Einbrüche hinnehmen. Preissteigerungen, Baulandverteuerung und Erhöhung der Hypothekenzinsen erwiesen sich als investitionshemmend. Diese Rahmenbedingungen wirkten sich auch auf unsere Genossenschaft aus. Der Mietwohnungsbau erfuhr eine starke Reduzierung. Auch im Eigenheimbau wurde entsprechend der Marktsituation vorsichtig zu Werke gegangen.

Mit Wirkung vom 01. Juli 1982 fusionierte die „Neue Heimat“ mit der alt eingesessenen „Gemeinnützigen Markgräfler Baugenossenschaft“. Die neue, vergrößerte Baugenossenschaft firmiert seither als „ Familienheim Markgräflerland“.




Die erste Hälfte der 90er Jahre war durch eine rege Nachfrage nach Wohnungen geprägt. Hintergrund war die deutsche Wiedervereinigung, die Auflösung des Ostblocks, der Zuzug von Aussiedlern und Bürgern der neuen Bundesländer. Der gesellschaftliche Trend zum Single-Haushalt und die Haushaltsbildung der geburtenstarken Jahrgänge verstärkten diesen Trend zusätzlich. Aufgrund Wegfalls der Wohnungsgemeinnützigkeit zum 01. Januar 1990 konnte die Genossenschaft diese Entwicklung unternehmerisch aufgreifen. So wurde das klassische Selbsthilfemodell durch eine verstärkte Bauträgertätigkeit ergänzt, in deren Folge über 100 Wohneinheiten von der Genossenschaft neu erstellt wurden. Mitte der 90er Jahre geriet die Bauwirtschaft in eine rezessive Phase. Aufgrund dieser Entwicklung reduzierte die Genossenschaft Ihre Bauleistungen.


Das neue Jahrtausend

In den Jahren nach der Jahrtausendwende verlief die konjunkturelle Entwicklung enttäuschend. Die ohnehin schwache Konjunktur wurde durch internationale Konflikte weiter belastet, insbesondere durch steigende Ölpreise aber auch durch eine Wirtschaftspolitik, die Steuern und Abgaben erhöhte bzw. deren Erhöhung ankündigte. Maßgeblich für die Preissprünge war auch die Einführung des EURO zum 01.01.2002, die insbesondere bei einigen Dienstleistungen zu teilweise kräftigen Preiserhöhungen führte.

Wohnungswirtschaftlich führte die fortschreitende Alterung des Hausbestandes und der zunehmende Mangel an bezahlbaren Wohnungen, aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer unzureichenden Förderung, zu neuen Herausforderungen. Der Paradigmenwechsel wird deutlich in der Vervielfachung der Ausgaben für die grundlegende technische und energetische Wohnungsinstandsetzung ab Mitte 2004. Neu war auch die Wiederaufnahme der Neubautätigkeit für Mietwohnungen. Wohnungsnot und die demografische Notwendigkeit, barrierearme Wohnungen für eine alternde Mieterschaft zu errichten, führten zu zahlreichen Neubauprojekten an verschiedenen Standorten im Markgräflerland. Bis 2010 entstanden in Müllheim, Heitersheim und Neuenburg rd. 100 neue Wohneinheiten, weitere knapp 130 Wohnungen wurden seither gebaut oder neu aufgelegt.



Sanierungen / Modernisierungen



Die Genossenschaft plant bis 2020 auch ihren restlichen Wohnungsbestand technisch und energetisch grundlegend zu sanieren und durch mindestens 20% Neubauten zu ergänzen. Hierfür werden auch in den kommenden Jahren erhebliche Anstrengungen erforderlich sein. Ziel ist es, auch künftigen Generationen zeitgemäßen, guten und kostengünstige Wohnraum zu Verfügung zu stellen



Neubau:
Wohn- und Geschäftshäuser Werderstr. 67-71, Müllheim
ETW und RH Am Sulzbach, Heitersheim
ETW + Mietwhg. Emil-Bizer-Str. 8-10, Müllheim
Mietwohnungen Schillerstraße 6, Heitersheim
ETW + Mietwhg. Am Pfannenstiel 32+34, Müllheim
Mietwohnungen Freiburger Str. 32/34, Neuenburg
Mietwohnungen Ölstraße 7, Neuenburg
Mietwohnungen Lessingstr. 2, Heitersheim